11.04.-12.04.2014

24. Stundenübung der Jugendfeuerwehr Raunheim

 

 

Von Freitag (11.04.) bis Samstag 12.04.2014 veranstaltete die Jugendfeuerwehr Raunheim im Feuerwehrhaus in der Frankfurter Straße 56-58 eine 24. Stundenübung. Die Mitglieder erhielten somit die Möglichkeit, 24 Stunden lang im Feuerwehrhaus zu verbringen, um verschiedene simulierte Einsätze abzuarbeiten, Fahrzeuge zu kontrollieren und die Gerätschaften auf ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen. Der Alltag gestaltete sich dabei ähnlich, wie es üblicherweise bei Berufsfeuerwehren praktiziert wird. Mit insgesamt 19 Kinder- und Jugendlichen, 6 Betreuern und 5 Übungsvorbereitungshelfer startete die 24. Stundenübung… mit reichlich Spannung, Spaß und Action.

 

 

11.04.2014, Tag 1: Die 24. Stundenübung kann beginnen

 

Um 15:30 Uhr wurden die Kinder- und Jugendlichen auf die Fahrzeuge eingeteilt und ihrer Position zugeteilt. Demnach galt es zwei Löschfahrzeuge, ein Einsatzleitwagen, ein Rüstwagen, ein Tanklöschfahrzeug und ein Mannschaftstransportfahrzeug zu besetzen. Anschließend stand die Kontrolle und Überprüfung der Fahrzeuge auf dem „Dienstplan“. Weiterhin wurden die verschiedenen Aufgaben der jeweiligen Trupps besprochen und offene Fragen der Mitglieder zum Ablauf des Übungsmarathons geklärt.

 

16:10 Uhr, Einsatz, H1- Auslaufende Betriebsstoffe nach Verkehrsunfall

Der Alarmierungsgong rauschte durch die Lautsprecher. Die Alarmierungsdurchsage hallte durch das gesamte Feuerwehrhaus. „Achtung, Achtung Einsatz für Raunheim 51 und Raunheim 44 alarmiert nach H1 Ölspur, Ortsumgehung Anschluss Ost!“

 

Die Fahrzeuge rückten aus und trafen kurze Zeit später an der Einsatzstelle ein. Der Gruppenführer erkundete die Lage und stellte Fest, dass nach einem Verkehrsunfall auslaufende Betriebsstoffe auslaufen. Nach der Befehlsgabe durch den Gruppenführer kümmerten sich der Angriffstrupp und der Melder um die Personenbetreuung, die sich bei dem Unfall leicht verletzt haben. Die restlichen Trupps sicherten die Einsatzstelle ab und begannen anschließend mit der Beseitigung der Ölspur, indem sie das Ölbindemittel auf das Öl streuten und mit einem Besen verteilten. Im Anschluss wurde das kontaminierte Ölbindemittel aufgenommen und alle Kräfte traten die Rückkehr zur Wache an.

 

In der Unterkunft angekommen, galt es die Fahrzeuge zu reinigen und das verbrauchte Ölbindemittel wieder aufzufüllen. Danach konnte sich um das Abendessen gekümmert werden. Das extra dafür eingeteilte Küchenteam bereitete alles für die Zubereitung der Hamburger vor und der Grill wurde angefeuert. Doch lange Zeit zum essen blieb nicht. Es folgte der zweite Einsatz an diesem Tag.

 

19:10 Uhr, Einsatz, F1- Brennt Großraummülltonne an der Anne-Frank-Schule

Der Alarmierungsgong rauschte durch die Lautsprecher. Die Alarmierungsdurchsage hallte durch das gesamte Feuerwehrhaus. „Achtung, Achtung Einsatz für Raunheim 46, Raunheim 24, Raunheim 11 und Raunheim 19 alarmiert nach F1 Brennt Müllbehälter, Parkplatz Anne-Frank-Schule!“

 

Auf dem Parkplatz der Anne-Frank-Schule kam es vermutlich durch Brandstiftung zu einem Brand in einer Großraummülltonne. Der Gruppenführer erkundete gemeinsam mit dem Einsatzleiter die Lage und ließ im Anschluss die Mannschaft hinter dem Fahrzeug antreten, um die vorgefundene Lage zu erklären und anschließend die Vorgehensweise mit zuteilen. Umgehend wurde ein Löschangriff mit 3 C-Rohren und einem S-Rohr (Schnellangriffsrohr) aufgebaut, um die Flammen zu bekämpfen. Das Feuer konnte somit schnell gelöscht werden. Die Brandstelle wurde mit der Wärmebildkamera auf Glutnester kontrolliert und die Brandlast mit einem Einreißhaken auseinander gezogen und weiter gekühlt.

 

 

 

12.04.2014, Tag 2: Müde, aber dennoch hoch motiviert

 

Der Tag begann um 06:20 Uhr mit einem Einsatz durch eine ausgelöste Brandmeldeanlage im Rathaus, Am Stadtzentrum 1. Durch den Einsatzleiter und den Gruppenführer wurde in der Brandmeldezentrale festgestellt, welcher Brandmelder ausgelöst hat. Mit der entsprechenden Laufkarte, die uns zur besseren Orientierung in dem weitläufigen Gebäude dient, konnte der Brandmelder lokalisiert werden. Die betroffenen Gebäudeabschnitte wurden kontrolliert, jedoch konnte hierbei kein erkennbarer Grund zur Auslösung der Brandmeldeanlage festgestellt werden. Die Brandmeldeanlage wurde zurück gestellt und alle Kräfte fuhren zurück zur Wache, wo bereits das Frühstück wartete.

 

Da am Samstagmittag für die Einsatzabteilung ein reeller Einsatz abgearbeitet werden musste, entfiel eine Einsatzübung, um den Zeitplan nicht noch weiter unnötig zu verschieben. So wurde die Abschlussübung direkt im Anschluss an den reellen Einsatz auf dem Kerweteam-Gelände durchgeführt.

 

15:58 Uhr, Einsatz, H1Y- Person unter Baucontainer eingeklemmt, Kerweteam-Gelände

Der Alarmierungsgong rauschte durch die Lautsprecher. Die Alarmierungsdurchsage hallte durch das gesamte Feuerwehrhaus. „Achtung, Achtung Einsatz für Raunheim 46, Raunheim 24, Raunheim 11 und Raunheim 19 alarmiert nach H1Y- Person unter Baucontainer eingeklemmt, Kerweteam-Gelände!“

 

Auf dem Gelände kam es bei Bauarbeiten zu einem Unfall mit einem Arbeiter. Beim anheben des dortigen Containers geriet der Bauarbeiter unter den Container und war anschließend mit den Beinen eingeklemmt und konnte sich nicht mehr selbstständig befreien. Der Gruppenführer erkundete gemeinsam mit dem Einsatzleiter die Lage und ließ im Anschluss die Mannschaft hinter dem Fahrzeug antreten, um die vorgefundene Lage zu erklären und anschließend die Vorgehensweise mit zuteilen. Unmittelbar wurde durch den Angriffstrupp und den Melder die Betreuung der Person vorgenommen. Währenddessen wurde alles zur technischen Hilfeleistung vorbereitet und das Zubehör für die luftbetriebenen Hebekissen in Stellung gebracht. Der Container wurde mit Hilfe der Hebekissen angehoben und die Person hervorgezogen. Der Rettungsdienst übernahm im Anschluss die medizinische Versorgung des Patienten.

 

Nachdem die Übung erfolgreich beendet wurde, klang die 24. Stundenübung mit gemeinsamen Grillen auf dem Gelände des Kerweteams gemütlich aus.

 

 

 

Wir bedanken uns bei allen Unterstützern, Helfern und Organisatoren, die zum Gelingen der 24. Stundenübung beigetragen haben. Ohne die tatkräftige Unterstützung zahlreicher Personen und Institutionen ist solch eine Veranstaltung nicht umsetzbar. Daher verdient dieses Engagement große Anerkennung.

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