10.09.2013- Fortbildung der Einsatzkräfte

3-Tägiges Übungswochenende in Bonnland absolviert

Wie bereits auf unserer Homepage verkündet , veranstaltete die FF-Raunheim mit 15 Kameradinnen und Kameraden ein dreitägiges Übungswochenende auf dem Truppenübungsplatz "Bonnland" bei Hammelburg (Bayern). Nachdem Sie bereits durch den Live-Ticker einige Informationen und Einblicke zu den verschiedenen Übungen erhalten haben, fassen wir das Wochenende für Sie mit ausreichend Bildmaterial zusammen und Sie erhalten somit exklusive Eindrücke bei der umfangreichen Fortbildung für Einsatzkräfte der Feuerwehr Raunheim. Wir wünschen Ihnen dabei viel Spaß!

Freitagmittag- Ankunft in Bonnland!

Nach einer mehrstündigen Anreise nach Bonnland, konnte ein Quartier in dem abgesiedelten Dorf bezogen werden. Feldbetten wurden aufgebaut, eine provisorische Küchenzeile wurde in einer Scheune untergebracht und auch Stromleitungen wurden von einem Verteilerkasten verlegt, um eine provisorische Lichtversorgung aufbauen zu können.

Danach ging es auch schon direkt mit der Ausbildung los. In einem Wohngebäude wurde ein Küchenbrand vermutet, der sich vor Ort auch bestätigte (Die Räume wurden mit einer Nebelmaschine verraucht). Mehrere Trupps unter Atemschutz gingen mit C-Rohren zur Menschenrettung sowie anschließender Brandbekämpfung in das Gebäude vor. Weiterhin wurde ein neues Belüftungsgerät vorgestellt und umfangreich getestet. Dabei wurde deutlich, wie wichtig eine korrekte und gut durchdachte Belüftung für die vorgehenden Trupps ist, da dadurch die Sicht in einem Gebäude erheblich verbessert wird. Zusätzlich wurde auch das in Stellung bringen von Schieb- und Steckleitern geübt. Diese Übung hat einen ebenso hohen Stellenwert, da durch Leitern ein weiterer Rettungs- bzw. Angriffsweg geschaffen werden kann.

Der Abend klang in gemütlicher Runde mit einem Lagerfeuer und frisch gegrillten Hamburgern aus, um für den nächsten Tag bestens gewappnet zu sein.

Samstag- Üben, Üben, Üben

Gleich zu Beginn des Tages erhielte die Mannschaft folgendes Übungsszenario: Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus, eine Person wird noch vermisst, alarmiert nach F2 Y. Nachdem der Gruppenführer die Lage erkundet hatte, verteilte er die Befehle an seine Mannschaft, um die Menschenrettung sowie die Brandbekämpfung einleiten zu können. Der Angriffstrupp ging mit einem C-Rohr zur Menschenrettung in die Kellerräume vor und fand bereits nach wenigen Minuten die vermisste Person. Sie wurde ins Freie gebracht und dem Rettungsdienst übergeben. Anschließend wurde eine Rauchentlüftung geschaffen, und die Räumlichkeiten mit einem Belüftungsgerät Rauchfrei zu bekommen. Nach einer kurzen Pause wurden 2 Gruppen eingeteilt, die nun in einer Stationsausbildung umfangreich in die Wasserförderung mittels einer Feuerlöschkreiselpumpe sowie bei der Anwendung eines Belüftungsgerät geschult wurden.

Im Anschluss an die Stationsausbildung gab es zum Mittagessen Spaghetti Bolognese und eine 2 stündige Pause, um für die weiteren Übungen gestärkt zu sein. Die Kameradinnen und Kameraden konnten ihre Pause frei gestalten, sodass sich einige um die Erledigung ihrer Schulaufgaben bzw. Klausurvorbereitung gekümmert haben oder einfach nur ein wenig Schlaf nachgeholt haben.

Ein weiteres Übungsszenario beschäftigte sich mit einer eingeklemmten Person unter einem PKW. Hierbei kamen verschiedene Hebetechniken zum Einsatz, um die verletzte Person befreien zu können. U.a. wurden dabei eine hydraulische Winde sowie Lufthebekissen verwendet, um das Fahrzeug möglichst gleich mäßig anheben zu können. Das Fahrzeug wurde zur Stabilisierung mit Rüstholz unterbaut.

Zum Abschluss des Tages wurde eine gemeinsame Übung mit einer Rettungshundestaffel absolviert. Nach einem Erdbeben sind mehrere Häuser eingestürzt und in Brand geraten. Um den Hundeführern mit ihren Hunden auch die Möglichkeit zu geben, realitätsnah üben zu können, wurden 6 Personen von der Feuerwehr Raunheim als Mimen gestellt und in den "eingestürzten" Häusern versteckt. Die übrigen Kameradinnen und Kameraden nahmen sich der Menschenrettung und der anschließenden Brandbekämpfung in einem Wohnhaus vor. Gegen 22:30 Uhr klang auch in diesem Fall der Abend mit gemeinsamen Grillen aus.

Sonntag- Aufräumen, Aufladen und Abfahren

Nachdem wir alle gefrühstückt hatten, ging es an die Aufräum- und Abbauarbeiten. Nach gut 3 Stunden waren alle Sachen auf dem Gerätwagen-Logistik verstaut, sodass wir die Heimreise antreten konnten. Bevor es richtig losging sind wir allerdings noch in einen naheglegene Ortschaft gefahren, um uns dort bei einem Mittagessen für die Heimreise stärken zu können.

Gegen 17:00 Uhr waren sind wir in Raunheim angekommen. Nach den Aufräumarbeiten gab es eine kurze Besprechung, sodass noch einmal ein kurzer Rückblick auf das Wochenende wiedergeben werden konnte.

Das Wochenende wurde durch die teilnehmenden Person als sehr positiv aufgenommen und sehen darin eine gute Möglichkeit, sich optimal auf verschiedene Szenarien vorbereiten zu können. Wir danken daher den Organisatoren, insbesondere Martin Gränitz, der sich für die Planungen als Verantwortlicher zeigte. Vielen Dank!






Bericht: Patrick Spalke
Fotos: Sabrina Bohl, Giulio Crocco, Jan C. Gräf

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